Immer mal wieder zieht es uns nach Speyer. Die Stadt bietet die perfekte Kombination aus Kleinstadt-Flair, Kunst, Kultur, Shopping und Kulinarik. Genau das Richtige für einen abwechslungsreichen Ausflugstag.
Dieses Mal beginnen wir unseren Rundgang am Dom, bummeln über die Maximilianstraße zum Altpörtel und entdecken unterwegs mehrere Kirchen und historische Spuren. Zum Abschluss geht es für uns ans Rheinufer.
Stadtrundgang Speyer -
Start am Speyerer Dom
Speyer ist eine der ältesten Städte Deutschlands und hat eine mehr als 2000 Jahre alte Geschichte aufzuweisen. Die Römer waren hier, später die Salier und Staufer und alle hinterließen sie ihre Spuren. Ein idealer Startpunkt für einen Stadtrundgang und gleichzeitig die Top-Sehenswürdigkeit von Speyer ist der Dom.
Vor dem Hauptportal lohnt noch ein Blick auf den riesigen Domnapf mit seinen 1560 Liter Fassungsvermögen
Ob gläubig oder nicht, der Speyerer Dom dürfte jeden faszinieren, allein schon wegen seiner gewaltigen Ausmaße. Der Dom zu Speyer ist tatsächlich die größte erhaltene romanische Kirche der Welt und UNESCO-Welterbe; auch seine Krypta gilt als größte romanische Hallenkrypta. Darauf wäre Kaiser Konrad II – der vor fast 1000 Jahren den Grundstein legte – bestimmt mächtig stolz, denn es war sein erklärtes Ziel, die größte Kirche seiner Epoche zu errichten. Beeindruckend ist auch die Krypta. Mit ihren 800 Quadratmetern ist sie die größte erhaltene Säulenhalle der Romanik. Hier haben acht Kaiser und Könige des Mittelalters mit ihren Gemahlinnen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Kaisergräber sind ein Besuchermagnet, ebenso die monumentalen Schraudolph-Fresken im Kaisersaal. Wer die Aussichtsplattform erklimmt, kann sich noch an einem schönen Rundumblick erfreuen.
Über die Maximilianstraße zum Altpörtel
Vom Dom aus bietet sich ein Bummel zum Alten Stadttor (Altpörtel) an. Die Maximilianstraße mit ihren wunderschönen Häusern, verbindet beide Sehenswürdigkeiten. Unterwegs gibt es Geschäfte zum Stöbern und im Sommer kann man zwischen blühendem Oleander im Café sitzen und die besondere Atmosphäre der einstigen Prachtstraße genießen. Wer ein wenig abseits in die kleinen Gassen geht, findet viel mittelalterliches Flair mit Kopfsteinpflaster und gemütliche Restaurants.
Die Maximilianstraße ist die Haupteinkaufsstraße und verbindet den Dom mit dem Altpörtel
Das Altpörtel zählt zu den höchsten mittelalterlichen Stadttoren Deutschlands. Innen befindet sich eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und von oben bietet sich ein herrlicher Rundblick. Eine Besonderheit sind die Turmuhren. Früher war die Stunde die wichtigste Zeitangabe. Deshalb sind die Zifferblätter, die die vollen Stunden anzeigen, erheblich größer als die Zifferblätter, die "nur" die Viertelstunden anzeigen.
Dreifaltigkeitskirche und Gedächtniskirche
Neben dem Dom gibt es in Speyer noch rund ein Dutzend Kirchen. Wer genug Zeit mitbringt, sollte die Gedächtniskirche und die Dreifaltigkeitskirche einmal gesehen haben. Die Dreifaltigkeitskirche liegt in unmittelbarer Nähe des Doms. Die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute barocke Kirche wirkt von außen vergleichsweise schlicht, dafür ist sie im Inneren für eine protestantische Kirche ungewöhnlich prunkvoll. Die hölzerne Galerie und die Decke sind wunderschön bemalt und zeigen biblische Szenen. Die Kanzel und der Altar - über dem sich die Orgel befindet - sind mit aufwendigen Holzschnitzereien verziert. Diese Kirche ist unbedingt einen Besuch wert.

Zwei sehenswerte Kirchen außerhalb des Doms: Dreifaltigkeitskirche und Gedächtniskirche
Die Gedächtniskirche gefiel uns schon von außen sehr gut. Sie ist im neugotischen Stil erbaut (1893-1904) und hat den höchsten Kirchturm der Pfalz, der sogar den Dom überragt. Eine Kirche, mit imposantem Deckengewölbe, 36 kunstvoll gestalteten Glasfenstern und Lutherdenkmal im Eingangsbereich. Die Kirche liegt etwas abseits vom Zentrum, aber der Weg lohnt sich und lässt sich mit einem Abstecher zum Archäologischen Schaufenster verbinden.

Das Archäologische Schaufenster zeigt wechselnde Ausstellungen zur Landesarchäologie
UNESCO-Welterbe-Judenhof und Museum SchPIRA
Seit Juli 2021 gehört der Speyerer Judenhof zusammen mit den jüdischen Stätten in Worms und Mainz zum UNESCO-Welterbe „SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“. Der Speyerer Teil umfasst insbesondere den Judenhof mit Synagogenruine und Mikwe; die Monumentalmikwe entstand um 1120 und gilt als ältestes erhaltenes Ritualbad dieser Art in Europa. Der Judenhof war der Mittelpunkt des jüdischen Viertels. Im Museum wird die Geschichte der jüdischen Gemeinde anschaulich dargestellt. Ein Film sowie ein Modell verdeutlichen außerdem, wie die Synagoge einst aussah.
Weitere Ausflugsziele in Speyer
In Speyer gibt es so viele Attraktionen, dass es unmöglich ist, alles während eines einzigen Besuches zu erleben. Wir gehen zum Abschluß gerne ans Rheinufer, um im Biergarten den vorbeifahrenden Schiffen zuzuschauen. Auch abseits von Dom und Altstadt bietet Speyer einige Ziele, für die sich ein eigener Besuch lohnt.
Museen in Speyer

Das Technik Museum mit Raumfahrtausstellung, begehbarer Boeing 747 und U-Boot bietet Programm für einen ganzen Tag. Direkt auf dem Gelände befindet sich dasIMAX-DOME KinoKino mit seiner riesigen Kuppelleinwand.
Familien können außerdem das Sea-Life Speyer besuchen. Kultur und Geschichte stehen im Historischen Museum der Pfalz im Mittelpunkt; zum Museum gehört auch das Junge Museum Speyer JUMUS mit Ausstellungen speziell für Kinder.
Veranstaltungen in Speyer
Selbstverständlich möchten wir die verschiedenen Feste, für die es sich lohnt, nach Speyer zu kommen, nicht unerwähnt lassen. Zu den bekannten Speyerer Veranstaltungen gehören das Brezelfest, das Altstadtfest, die Frühjahrs- und Herbstmesse sowie der Weihnachts- und Neujahrsmarkt. Aktuelle Termine stehen im Veranstaltungskalender der Stadt.