Die Chopin-Gesellschaft stellt ihr Jahresprogramm 2021 vor

Im vergangenen Jahr mussten coronabedingt etliche Veranstaltungen abgesagt werden und noch immer leidet die Kulturszene unter dem Lockdown. Aber nach wie vor gilt das Prinzip Hoffnung auf einen geregelten Kulturbetrieb und so präsentiert  die Chopin-Gesellschaft zuversichtlich ihr Jahresprogramm 2021.

Charles Richard-Hamelin leitet in diesem Jahr den Meisterkurs (Foto: Chopin Gesellschaft) 


Zwischen Nachwuchskünstlern auf der einen und international gefragten Pianisten auf der anderen Seite spannt sich der Bogen des facettenreichen Jahresprogramms, mit dem die Chopin-Gesellschaft im 51. Jahr ihres Bestehens ihren Beitrag zum kulturellen Angebot der Wissenschaftsstadt leistet. Insgesamt elf fest vereinbarte Veranstaltungen versprechen ganz unterschiedliche Erlebnisse rund um die Musik Chopins aber auch anderer, den Musikfreunden zumeist vertrauter Komponisten.

Auf den Klavierabend am 27.Februar mit Hisako Kawamura  (19 Uhr, Orangerie) und dem Doppelkonzert am 6. März mit  Tomas Nessi und Anna Karacsony  (18 Uhr, Literaturhaus) folgt am 21. März eine Musikalische Lesung zum Thema „Lieben und Sterben“, in der Verena Botterbusch (Rezitation) und Laura Konjetzky (Klavier) das Verhältnis zwischen Fryderyk Chopin und seiner Lebensgefährtin George Sand reflektieren (18 Uhr, Literaturhaus). Weiter geht es mit einem Konzert am 25. April  der litauischen Pianistin Guoda Gedvilaité (18 Uhr, Literaturhaus), woran sich am  13. Juni ein Gesangsabend mit der Sopranistin Valentina Pennino, am Klavier begleitet von Magdalena Hirsz, anschließt. Zu hören sind – so der Titel der Veranstaltung – „Kleinode der vokalen Kammermusik“ (18 Uhr, Literaturhaus).

Für Juni hat die Chopin-Gesellschaft die pianistischen Profis unter ihren Mitgliedern eingeladen, gemeinsam ein Benefizkonzert am 26. Juni zu gestalten. Die Initiative wurde freudig begrüßt, und so werden an diesem Tag elf Vorträge zu hören sein, wofür etwa drei Stunden eingeplant sind (14 Uhr, Literaturhaus). Im Anschluss findet die Jahresmitgliederversammlung statt. Mit einem Schülerkonzert am 10.Juli beendet die Chopin-Gesellschaft das erste Halbjahr (14 Uhr, Literaturhaus).

Den XXVI. Internationalen Meisterkurs für Pianisten leitet in diesem Jahr vom 22. bis 26. September 2021 der kanadische Starpianist Charles Richard-Hamelin. Mit einem Klavierabend am 21. September wird Richard-Hamelin den Wettbewerb eröffnen (20 Uhr, Orangerie), fünf Tage später können die Teilnehmenden beim Abschlusskonzert am 26. September (20 Uhr, Ort noch offen) zeigen, was sie in Darmstadt gelernt haben. Der Meisterkurs ist das jährliche Highlight im Musikangebot der Chopin-Gesellschaft. Neben der Weiterbildung junger Pianisten bietet er Musikfreunden die Möglichkeit, dem Unterricht im Literaturhaus kostenfrei zu lauschen und Anregungen für das eigene Spiel oder einen vertiefenden Hörgenuss mitzunehmen – täglich im Literaturhaus von 14 bis 20 Uhr.

Endlich soll auch die international gefragte Pianistin Hélène Tysman zum Zug kommen, deren im vergangenen Jahr geplanter Auftritt wegen der Pandemie mehrfach verschoben werden musste. Ihr Klavierabend – in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Partnerschaftsverein – ist für den 31. Oktober  terminiert (17 Uhr, Großer Saal des Kreishauses). Unter den Gästen wird sich Landrat Peter Schellhaas befinden, der sein Kommen bereits zugesagt hat.

Noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber schon gut vorbereitet ist ein Liederabend Ende November/Anfang Dezember mit dem polnischen Sänger Tomasz Raff, der dann das musikalische Jahr abschließen würde. Einstudiert hat der Bassist Kompositionen seines Landsmannes Mieczyslaw Weinberg, am Flügel soll ihn Mischa Kozlowski, Preisträger eines früheren Chopin-Klavierwettbewerbs, begleiten. Kooperationspartner dieser Veranstaltung ist das Deutsche Polen-Institut.


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